Programm

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    5. Bonner Klezmertage

              28.-31.3.2019

im Rahmen der Jüdischen KulturTage RheinRuhr

                              www.juedische-kulturtage.de       

   

                         in der Bonner Brotfabrik 

logo Brotfabrik

                                   www.brotfabrik-theater.de


mit: 

Zilien Biret (CAN), Georg Brinkmann (D), Günter A. Buchwald & Helmut Eisel (D), Peter Dahm & friends (D), Duo Fides (D), Gidon Horowitz (D), ichka (CAN), Lea Rauhut-Brungs (D),  Sim Shalom - Chor der jüdischen Gemeinde Bonn (D), Trezmorim (D), Noemi Waysfeld (FRA)


                                    Programm:


Donnerstag, 14. März                               20 Uhr

Vorspiel als Kooperationspartner der Reihe „Alte Musik zwischen West und Ost“ der Brotfabrik Bonn

Sephardische Musik mit dem Duo Fides

Duo Fides Copyright Rebecca ter Braak

Das Duo Fides nimmt die frühe Musik der Sephardim - der spanischen Juden - zum Ausgang und beleuchtet die jüdischen und maurischen Musiktraditionen, die vor Vertreibung der Sephardim auf der iberischen Halbinsel bis zum Ende des 15. Jhdts. bestanden. Mittelalterliche sephardische Lieder treffen auf Musik des 19. Jhdts. und traditionellen Klezmer und eröffnen einen Rundblick auf die Welt der Sephardim und ihren Einfluss auf die heutige Musikwelt. 


Fides ist das (Saiten-)Spiel von Violine (Anna Neubert) und Gitarre (Leonhard Spies). Neugierig und erfindungsreich widmet sich das Duo unterschiedlichster Musik, die es für seine Besetzung adaptiert. 

Beide Musiker schlossen ihre künstlerische Ausbildung mit dem Master an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab und sind Mitglieder der Klezmerband Tovte.


Anna Neubert - Violine

Leonhard Spies - Gitarre

www.tovte.de

 

Versöhnungskirche

Siegfried-Leopold-Str. 74

53225 Bonn    

www.evangelisch-beuel.de

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Donnerstag 28.3.     

Brotfabrik

Kreuzstr. 16, 53225 Bonn        

                                        

19:30

"Das alte Gesetz"

Eine Einführung von Leah Rauhut-Brungs (Bonn)


Leah Rauhut-Brungs

 Die Bonnerin Leah Rauhut-Brungs ist nicht nur eine namhafte Publizistin, sondern hat sich auch als Mitbegründerin des Vereins für jüdische Geschichte des Rheinlande sowie dem Kleinen Jüdischen Lehrhaus um die Erhaltung des Wissens der Bonner Jüdischen Stadtgeschichte verdient gemacht. Mehrere Veröffentlichungen dazu und ihrer legendären Stadtführungen durch das jüdische Bonn sind nicht nur von einem immensem Wissen geprägt, sondern auch durch ihren feinsinnig-trockenen Humor.

Zum Beginn der Bonner Klezmertage wird sie uns eine Einführung in eines wichtigsten Werke der Stummfilmkunst mit jüdischer Thematik geben.

 

20:00

„Das alte Gesetz“

Stummfilm von André Ewald Dupont 

aus dem Jahr 1923

- Premiere der neu restaurierten Fassung - 

Livemusik: Günter A. Buchwald und Helmut Eisel

in Kooperation mit dem Förderverein Filmkultur e.V.

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Ein legendärer Stummfilm um die Konflikte zwischen Tradition und Aufbruch im Judentum; anhand eines berührenden Vater-Sohn-Konfliktes, aber auch durch den zwischen städtischem und dörflichem Shtetl-Leben wird eindringlich deutlich, wie konfliktreich „Zuhause Sein“ in neuen Umgebungen für das Judentum sein konnte.

Günter A. Buchwald ist Pianist, Violinist, Violist, Dirigent und Komponist. Der international begehrte Stummfilmbegleiter ist einer der führenden Meister seines Faches und wird als Mitbegründer der Stummfilmreniassance geschätzt. Ob solo oder im Ensemble hat er seit 1978 in mehr als 2900 Filmkonzerten mehr als 2600 verschiedene Stummfilme begleitet. 

Er wird regelmäßig zu internationalen Stummfilmfestivals eingeladen, so ist er auch Stammgast der Bonner Stummfilmtagen im Bonner Sommerkino.

 

Für „Das alte Gesetz" hat er eine neue Fassung komponiert, die er zusammen mit dem bekannten Klezmermusiker Helmut Eisel spielen wird.

www.stummfilmmusiker.de


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Das Leben des gelernten Mathematiker, Unternehmensberaters und Softwareentwicklers Helmut Eisel änderte sich durch die Begegnung mit Giora Feidman. Lange Jahre war er sein Assistent und kam mit der spirituellen Bedeutung der Klezmermusik in Berührung. Seither ist er als Klarinettist, Komponist und Lehrer im Bereich der Klezmermusik aktiv, gründete viele Ensemble, spielte unzählige CDs ein und ist als Theatermusiker und -komponist ebenso zu sehen und zu hören wie auf internationalen Festivals.  

Helmut Eisel hat eine besondere Schwäche für Crossover-Projekte, in denen er Klezmermusik mit anderen Stilen wie Klassik, Jazz, Gypsy, Pop verbindet. Dabei bleibt seine eigenwillige und unverkennbare Spielweise immer unverkennbar.

www.helmut-eisel.de

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Freitag 29.3.   

Brotfabrik

Kreuzstr. 16, 53225 Bonn        

                                                  

19:15

Eröffnung der 5. Bonner Klezmertage

mit Oberbürgermeister Ashok Shridaran (angefragt)

Dr. Margaret Traub, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn (angefragt) 

Bonner Bürgerstiftung (angefragt)

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (angefragt)


musikalische Umrahmung:

Sim Shalom, Chor der jüdischen Gemeinde Bonn unter der Leitung von Irina Müller

 Wie bei jedem der Bonner Klezmertage wird die Eröffnung umrahmt von jiddischen und israelischen Liedern aus den beseelten Kehlen der Mitglieder von Sim Shalom, dem Chor der jüdischen Gemeinde.

 

20:00 

Eröffnungskonzert:

                                „ichka“ (CAN)

ichka

 

Als die Juden Polens, der Ukraine, Rumäniens und Moldawiens in den 20er Jahren ihre Heimat für ein besseres Leben in der „neuen Welt“ verließen, brachten sie ihre Geigen, Klarinetten und Akkordions mit sich. Nach ihrer Ankunft wurde ihr Musik von Jazz und anderen amerikanischen Stilen beeinflusst. Diese Entwicklung interessiert die jungen Musiker von „ichka“. So reflektiert ihr erstes Album „Podorozh“ (ukrainisch: „Reise“) die musikalische Reise der Klezmermusik von der „alten Welt“, ihre Entwicklung in der neuen Welt bis hin zu neuen Kompositionen. Die äußerst erfolgreiche Band wird auf internationalen Festivals herumgereicht, darunter KlezKanada, Ashkenaz Festival, Boston Jewish Music Fesival, Yiddish Summer Weimar - und jetzt die Bonner Klezmertage.

Zilien Biret, Klarinette 

Isaac Beaudet,  Geige

Thierry Arsenault, Percussion

Eli Camilo, Posaune

Yoni Kaston, Akkordion

www.ichkaklezmer.com

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Samstag 30.3.

Brotfabrik

Kreuzstr. 16, 53225 Bonn        


14:00 - 17:30

Workshop Klezmermusik für Melodieinstrumente

mit Zilien Biret (CAN)


Zilien Biret


Viele Klezmermusiker fragen sich, wie man ein Stück nicht nur spielen, sondern auch so interpretieren kann, dass es sich „ ach Klezmer anhört“. In diesem Workshop für erfahrene Spieler von Melodieinstrumten will Meisterklarinettist Zilien Biret aus Montreal vor allem an diesen Fragen arbeiten. 

* wie spiele ich den typischen Klezmersound?

* wie erkenne und spiele ich die verschiedenen Klezmergenres, Khusidl, Freylekhs, Bulgar, Sirba, Hora und Zhok?

* wie spiele ich eine Doina?

* wie phrasiere und interpretiere ich ein Stück? (hierzu bitte ein Stück mitbringen)


Teilnahmegebühr: 20,-

Für weitere Infos, Fragen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an:

georgbrinkmann@web.de



Lange Nacht der Klezmermusik

19:30  

Trezmorim (Köln)

„Shik mir a shtral“

 Jiddische Lieder und instrumentale Klezmerstücke, mal melancholisch, mal temperamentvoll und virtuos, stellt das Kölner Ensemble Trezmorim ins Zentrum seines Programms. Einige Lieder stammen aus den Revuen des jiddischen Theaters in Osteuropa und Amerika. Andere entstanden im Ghetto, während der schlimmsten Zeit der Judenverfolgung. Zum instrumentalen Repertoire zählen traditionelle Hochzeitstänze im Stil der berühmten amerikanischen Klarinettisten Dave Tarras und Naftule Brandwein, aber auch neuere Melodien, etwa aus dem Repertoire von Giora Feidmann.

 

Eva Kreft, Gesang

Carola Jeschke, Klarinette, Bassklarinette

Katharina Ait Haddi, Geige

Jürgen Ostmann, Akkordeon

Michael Meier-Etienne, Kontrabass

www.trezmorim.de

 

20:00 

Dahm/Saposchnikow/Breitkreuz

Klezmer..Jazz..Balkan..

Das von Peter Dahm für das  Klezmer-Festival Bonn initiierte Trio freut sich auf die Premiere in der Bonner Brotfabrik!


Peter Dahm, Michael Saposchnikow und Falk Breitkreuz spielen neue Arrangements von Klezmer-Klassikern und eigenen Kompositionen im Stil der osteuropäischen Musik. Dabei treffen die authentische Spielweise des Akkordeonisten auf die Jazzvirtuosität der Bassklarinette und die von der Weltmusik geprägte Spielweise des Saxofons. Das Repertoire reicht von beseelten Melodien bis zu energetischen Tanzstücken. 


Peter Dahm, Saxophon 

Michael Saposchnikow, Akkordeon

Falk Breitkreuz, Bassklarinette 

www.peter-dahm.de



ca. 22:00 

Tanzball mit „ichka“

Tanz PR - Foto - Meike Lindeck

Tanzanleitung: Georg Brinkmann (Bonn) 

 Die kanadische Band versteht sich nicht nur auf authentisches historisches Spiel aus der Zeit des amerikanischen Klezmer, auch und vor allem versteht sie es, diese Musik in all ihrer mitreißenden Tanzbarkeit zu spielen. „ichka“ ist wie geschaffen für den traditionellen wie legendären Tanzball der Bonner Klezmertage. Mit Anleitung von Tanzmeister Georg Brinkmann darf gefeiert werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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Sonntag 31.3.

Brotfabrik

Kreuzstr. 16, 53225 Bonn        


14:00 (-15:30)

Parnosse un Rachmones

Wochendige Mentschen in Freud un in Leid

Vortrag über das jiddische Leben in Osteuropa von Leah Rauhut-Brungs (Bonn)

Die Welt der Ostjuden ist für immer entschwunden, es war ein Leben in bitterer Armut, Elend, oftmals Hoffnungslosigkeit, voller menschlicher Wärme und der guten Gewissheit der immer wiederkehrenden jüdischen Feiertage. Das Stetl Heimat für die verschiedensten Typen wie dem Schammes, dem Rebbe, dem Schnorrer, dem Luftmenschen, dem Schadchen, der Marschelik, der Schochet und so weiter und so weiter, denn jeder hatte seinen Platz in der Gemeinschaft. Man vertraute auf Parnosse und Rachmones, Gesundheit und Auskommen.

Spazieren wir durchs Stetl, besuchen wir den Marktplatz, die Schul, den Cheder,  begegnen wir den wochendigen Mentschen, den Alltagsmenschen, hören wir ihre Geschichten vom Leben, von den Feiertagen, vom Zores und der Liebe.

 

Die Bonnerin Leah Rauhut-Brungs ist nicht nur eine namhafte Publizistin, sondern hat sich auch als Mitbegründerin des Vereins für jüdische Geschichte des Rheinlande sowie dem Kleinen Jüdischen Lehrhaus um die Erhaltung des Wissens der Bonner Jüdischen Stadtgeschichte verdient gemacht. Mehrere Veröffentlichungen dazu und ihrer legendären Stadtführungen durch das jüdische Bonn sind nicht nur von einem immensem Wissen geprägt, sondern auch durch ihren feinsinnig-trockenen Humor.


16:30 

Niggunim we Sippurim

Melodien und Geschichten der Chassidim

mit Gidon Horowitz (Freiburg) und Georg Brinkmann (Bonn)

 

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert breitete sich die chassidische Bewegung innerhalb der jüdischen Gemeinden Osteuro­pas wie ein Lauffeuer aus. Sie entzündete die Herzen der Men­schen und gab ihrem oft armseligen, geplagten und bedrohten Dasein Hoffnung und neuen Sinn. In unzähligen Geschichten wird vom Leben und Wirken der Chassidim und ih­rer Rabbis, der Zaddikim berichtet. 

Neben den Geschichten war es der innige Gesang, der Nigun, der die Herzen und die Tore des Himmels öffnen konnte. An diesem Nachmittag erklingen einige Nigunim und dazu passende Geschichten, die zu einer Begegnung mit der Welt der Chassidim führen.

Auch diesmal wollen wir bei den Bonner Klezmertagen mit chassidischen Geschichten und gemeinsamen Nigunsingen das Herz des Ostjudentums spürbar machen. Erstmalig machen wir dabei eine gemeinsame Veranstaltung.


 Gidon Horowitz ist einer der bekanntesten Märchenerzähler im deutschen Sprachraum. Seit 1983 erzählt er an ganz verschiedenen Orten für Kinder ab 5 Jahren, Jugendliche, Erwach­sene, Familien, ältere Menschen... Er ist gern und oft gesehener Gast auf Erzählfestivals in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Kanada.

Chasidish - Gidon

Mit seinem einfachen und gelassenen Auftreten lässt er den ZuhörerInnen viel Raum für die eigenen inneren Bilder zu den Geschichten. Und zwischendurch überrascht er sein Publikum immer wieder mit feinem Humor und amüsanten Pointen.

www.märchenschatz.de

 

Chasidish - Georg Brinkmann singend, Foto by Meike Lindeck

Georg Brinkmann hat sich durch vielfältige Projekte einen  Ruf als stilistisch wandlungsfähiger Musiker erarbeitet. Die Musik der Ostjuden wurde schließlich sein Spezialgebiet; neben der Klezmerklarinette ist er auch als Sänger und Tanzanleiter in der Klezmerszene bekannt und blickt auf eine lange internationale Konzert- und Workshoptätigkeit zurück. Zudem begleitet er seit vielen Jahren Geschichtenerzählerinnen improvisierend auf der Klarinette.

Georg Brinkmann ist künstlerischer Leiter der Bonner Klezmertage und Gründer der Bonner Initiative klezmerbonn.

www.georgbrinkmann.de

 

 

20:00 

Noëmi Waysfeld & „Blik“ (FRA)

Noemi Waysfeld1

 Noëmi Waysfeld aus Paris ist Sängerin, Poetin und Entdeckerin.  Von klein auf mit Klassik, Jazz und jüdischer Tradition vertraut, mit dem Cello und dem Gesang großgeworden und als Schauspielerin ausgebildet, machte sie die die Musik 2008 zum Dreh- und Angelpunkt ihres Schaffens macht. Mit dem Quartett „Blik“ beginnt sie ihre Reise in die Vergangenheit. Die Suche

nach unentdeckten Facetten der traditionellen jüdischen Musik bringt sie zurück zu ihren eigenen jiddischen und russischen Wurzeln und zu deren Sprachen. Ihr Album "Alfama" ist die erste Übertragung des Fados, des portugiesischen Blues, ins Jiddische. Für Waysfeld teilen diese beiden Musikstile dieselbe Sehnsucht, Melancholie und innere Zerrissenheit. Emotionen spielen das dominierende Element, aber stets mit einer mitfühlenden und fesselnden Leichtigkeit.  Wasyfeld’s sanfter Alt ist die perfekte Besetzung für dieses Gefühlskino.

Das Quartett „Blik“ begleitet kongenial und zeigt dabei ein facettenreiches Spektrum an Musikstilen. Von der  Musette, über italienische Folklore bis zu Roma-Traditionen, arabischen Klängen und immer wieder dem Jazz „wetteifern die Musiker wagemutig in diesen Liedern, die zum Tanzen und Weinen bringen, Lieder, die geformt sind von der Seele des Sklaven, vom Jazz, von der mediterranen Sphäre und der jiddisch-russischen Folklore.“ 

 

Noëmi Waysfeld, Gesang

„Blik“:

Thierry Bretonnet, Akkordeon

Florent Labodiniere, Gitarre/Oud

Antoine Rozenbaum, Bass


 www.noemiwaysfeld-blik.com


 


Brotfabrik

Kreuzstr. 16

53225 Bonn

0228 - 42 22 00 -11

0228 - 43 36 80 - 70

mail@brotfabrik-theater.de

www.brotfabrik-theater.de


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© Brinkmann Georg 2014